Rechtsextreme Musik

Gabi Elverich
Michaela Glaser
Tabea Schlimbach

Rechtsextreme Musik
Ihre Funktionen für jugendliche Hörer/innen und Antworten der pädagogischen Praxis
DJI 2009
Außenstelle Halle, 154 S.
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Rechtsextreme Musik gilt vielfach als „Einstiegsdroge“ in rechtsextreme Szenen; auch werden ihr einstellungsstabilisierende und gewaltmotivierende Wirkungen zugeschrieben. Doch welche Funktionen hat diese Musik tatsächlich für jugendliche Hörer/innen? Und wie kann die pädagogische Praxis darauf reagieren?
Die beiden in diesem Band veröffentlichten Studien nähern sich diesen Fragen aus verschiedenen Perspektiven an: Zum einen wurden ehemals sowie aktuell rechtsextrem organisierte Jugendliche zu ihren Hörmotiven, Hörgewohnheiten und -kontexten sowie zu ihren Erfahrungen mit diesem Medium befragt. Dabei wurden unterschiedliche Phasen der Szenezugehörigkeit ebenso wie die Zeit nach dem Ausstieg betrachtet, um Hinweise zu möglichen Funktionen der Musik für Zugangs-, Verbleibs- und Distanzierungsprozesse zu erhalten. Zum anderen wurden die Antworten der pädagogischen Praxis in den Blick genommen. Im Feld tätige Projekte wurden nach ihren Ansätzen und damit gewonnen Erfahrungen befragt, um erfolgreiche Vorgehensweisen, aber auch Entwicklungsbedarf in der pädagogischen Auseinandersetzung mit rechtsextremer Musik zu identifizieren.

Quelle:www.dji.de