2. Symposium zum Thema: Politik und Sprache der Dresdner Spaziergänge

Unser 2. Symposium zum Thema „Politik und Sprache der Dresdner Spaziergänge“

Dresden | Verändert Pegida die Gesellschaft? Was bewirken dumpfe Parolen und kann man historische Vergleiche ziehen?

Am 30. November fand in den Räumen der Landeszentrale für politische Bildung unser 2. Symposium zum Thema „Politik und Sprache der Dresdner Spaziergänge“ statt.

Nach der Eröffnung und kurzen einleitenden Worten durch Rechtsanwalt Bürger hielt der Soziologe Dr. Erhardt Cremers von der Technischen Universität Dresden ein detailreiches Referat zur Problematik.

Ein Ergebnis hat Cremers gleich an den Anfang seines Referats gestellt. Es gebe bisher keine wissenschaftlich fundierte Erklärung für das Phänomen Pegida und er wisse auch nicht, warum sich tausende Bürger versammeln und gleich einer feierlichen Prozession durch die Straßen ziehen, insbesondere was da zu Grabe getragen werden soll.

Besonders problematisch sieht Cremers, die all umfassende Themenbesetzung durch Pegida. Es sei dadurch nahezu unmöglich geworden zu einem Thema Stellung zu beziehen, ohne dass man befürchten müsse, dass die falsche Seite Beifall klatscht.

 

Eine Kurzbetrachtung von der DNN

 

Im Anschluss an die Pause war ein Video über die Wahrnehmung von Pegida im Ausland zu sehen. Wichtig war zu beobachten, dass die französischen Journalisten ohne weitere Differenzierung Beiträge zu Pegida und Rechtsextremismus zusammengeschnitten hatten.

 

Sehr kurzweilig aber dafür inhaltlich punktgenau war die Lesung dreier Texte durch den freien Autor Michael Bittner. Mehr zur Person und natürlich zu seinen philosophisch, stilvollen Texten auf seinem Blog.

 

Zwar zum Schluß, aber nicht weniger wichtig, die Verleihung unseres diesjährigen Bürgerpreises.

 

Aufgrund der langjährigen erfolgreichen Arbeit im Bereich Prävention gegen Rechts wurde Diana Meltzer für den Bürgerpreis des Vereins Projekt 21 II ausgewählt.

Seit August 2008 ist Diana Meltzer an der Lernförderschule in Freital tätig. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Prävention, soziales Lernen und Einzelfallhilfe.

Mit ihrem Präventionsangebot „Wo ist rechts?“ klärt sie seit vielen Jahren über die Gefahren beim Einstieg in die rechte Szene auf.

Sie möchte ihre Schüler befähigen, eigenverantwortlich zu handeln. Der Schüler soll die Szene erkennen und in der Lage sein, eine bewusste Entscheidung dafür oder dagegen treffen zu können.